Es war ein schöner Sommertag und ich fühlte mich eigentlich sehr wohl. Auf einmal  bekam ich ein leichtes Schwellungsgefühl in den Fingergelenken, einfach so, ohne Vorankündigung. Ich dachte, das wird bestimmt wieder vergehen. Doch leider, das Schwellungsgefühl verstärkte sich von Tag zu Tag immer mehr. Es blieb auch nicht nur bei dem Gefühl sondern meine Fingergelenke, hauptsächlich der rechte Ringfinger wurden dick. In der Nacht schliefen mir nun immer häufiger die Hände ein und morgens beim Aufstehen bemerkte ich ein Steifheitsgefühl in den Händen und Füßen. In diesem Moment dachte ich an Rheuma und suchte daraufhin eine Rheumatologin auf. Nach eingehender Untersuchung stellte die Ärztin Polyarthrose in den Fingern und Zehen fest. Sie entließ mich mit der Bemerkung, dass ich zukünftig damit leben müßte und mich einrichten sollte. Empfehlungen für irgendwelche Medikamente bekam ich nicht.

Magnesium trägt zur Eiweißsynthese bei  – Knorpel ist Eiweiß

Mit der Bemerkung der Ärztin, dass ich nun mit der Arthrose leben müßte und diese irreversibel sei wollte ich mich aber nicht abfinden. Also begann ich im Internet  nach Hilfe zu suchen und wurde bei den Büchern der spanischen Lehrerin für Chemie und Ernährungsberaterin Ana Marai Lajusticia Bergasa fündig. Sie war schwer an Arthrose erkrankt. Ärzte wollten sie nicht mehr an der Wirbelsäule operieren, weil diese so brüchig war wie bei einer achtzigjährigen Frau. Sie war aber est Anfang Dreißig. Durch Zufall las sie in einem Buch über Magnesium und begann mit der Einnahme von hochdosiertem Magnesiumchlorid. Ihre Erfahrungen und alle bekannten wissenschaftlichen Erkenntnisse schrieb sie in Ihren Büchern „Die erstaunliche Wirkung von Magnesium“ und „Kampf der Arthrose“ nieder.  Das, was ich in diesen Büchern las, überzeugte mich sehr und ich begann ebenfalls Magnesium  einzunehmen.  Da ich herausfinden konnte, dass  organisch gebundenes Magnesium besser vom Körper absorbiert werden soll, versuchte ich es mit Magnesiumhydrogencitrat, welches ich mir aus der Apotheke besorgte. Dieses Magnesiumhydrogencitrat  ist ein Pulver gänzlich ohne Zusatzstoffe.

Nach ca. dreijähriger Einnahme von täglich 600 mg Magnesium, das sind ungefähr 8 g Magnesiumhydrogencitrat (ein gestrichener Eßlöffel) kann ich sagen, dass meine Arthrose sich sehr stark gebessert hat. Die  Steifheit am Morgen ist vollkommen verschwunden. Das Schwellungsgefühl in den Fingergelenken spüre ich nur noch selten. Kleinere Verdickungen an den Fingergelenken haben sich aber leider nicht wieder zurückgebildet. Meine Hände schlafen mir in der Nacht nur noch ganz selten ein.

Die  Magnesiumspeicher im Körper füllen sich nur langsam wieder auf

Wenn man mit der Einnahme von Magnesium beginnt, muß man aber etwas Geduld haben. Es dauert mehrere Monate bis man ein Ergebnis spürt.  Der Körper resorbiert von der aufgenommenen Menge nur ca. 18 Prozent. Der Rest wird ausgeschieden. Deshalb ist es auch besser, wenn man z. B. die Menge von 4 g Magnesiumhydrogencitrat in  ca. 500 ml Wasser auflöst und diese Lösung über den Tag verteilt trinkt als wenn man die gesamte Menge in Wasser gelöst auf einmal trinkt. Darauf reagiert der Körper häufig mit Durchfall. Die Menge über den Tag verteilt verursacht keinen Durchfall und Magnesium wird effektiver resorbiert. Zusätzlich versuche ich mich daran zu halten, zu allen drei  Mahlzeiten immer ein wenig Eiweiß (Käse)  und ein wenig Vitamin C (meistens Tomaten) zu essen. Es dauert  sehr lange, bis der Körper seinen Magnesiumspeicher wieder volkommen aufgefüllt hat. Ich mußte auch feststellen, dass ich mich bei der Einnahme disziplinieren mußte. Mein Versuch, mal etwas länger mit der Einnahme von Magnesium auszusetzen, klappte nicht. Sofort waren meine Beschwerden wieder da.

Ich möchte nochmals darauf hinweisen, dass ich mit meinen Erfahrungen mit Magnesium nicht dazu aufrufen möchte, einfach unkontrolliert hohe Dosen von Magnesium einzunehmen. Konsultieren Sie bitte immer zuerst Ihren Arzt. Fragen Sie ihn einfach, was er zu einer Aufnahme von Magnesium als Nahrungsergänzung zu sagen hat, wenn Sie glauben, zu den Menschen zu gehören, die einen Magnesiummangel haben könnten. Fragen Sie bitte Ihren Arzt auch, falls Sie z. B. Herzprobleme haben, ob eventuell auch ein Kaliummangel eine Ursache sein könnte.

Aktuell: 8.1.2012 -Schlafprobleme

Irgendwie gab mir mein Körper das Gefühl, dass ich doch mal wieder mit der Einnahme von Magnesium aussetzten sollte. Ich fing an, die Dosis zu reduzieren und ließ  dann Magnesium ca. 2 Wochen ganz weg. Anfänglich klappte mit meinem Wohlbefinden alles ganz gut. Vor ca. einer Woche begannen dann meine Feingergelenke wieder zu schmerzen und ich konnte viel schlechter schlafen. Seit ca. 3 Tagen nehme ich nun wieder morgens ca. 300 mg nd abends  ca.  300 mg. Magnesiumhydrogencitrat.  Die Schmerzen in den Fingern lassen nach und ich schlafe auch besser. Wahrscheinlich gehöre ich doch zu den Menschen, die immer und regelmäßig Magnesium nehmen müssen. Damit die Lösung nicht so sauer ist (damit hatte ich in der letzten Zeit irgendwie ein Problem), gebe ich in das Wasser ein kleine Prise Xylit (1/2 Teelöffel). Ich finde, das sich  Magnesiumwasser so leichter trinken läßt.