Geschrieben am 20.4.2016

Sollten Sie Leser meiner Artikel in meinem Block sein, wissen Sie vielleicht, dass ich vor einigen Jahren ein Buch des amerikanischen Orthopäden John E. Sarno mit dem Namen „Befreit von Rückenschmerzen“ vorgestellt habe. Bevor Sie weiterlesen, lesen Sie meinen Artikel  „Volkskrankheit – Rückenschmerzen“ , sonst können Sie das Folgende nicht verstehen, weil ich nicht nochmals über den Inhalt dieses Buches schreiben möchte und über meine erste eigene Erfahrung mit TMS. Es waren damals starke Hüftschmerzen.

Die nachfolgenden Zeilen sind nach ca. 8 Jahren die nächste Erfahrung mit TMS und diesem Buch. Eigentlich hatte ich gedacht, dass mir das nicht noch einmal passieren wird. Hat aber nicht geklappt.

Vor einigen Wochen bekam ich leichte Schmerzen im oberen Rücken, ähnlich Muskelverspannungen. Die konnte ich noch gut ertragen und habe dem auch keine größere Bedeutung beigemessen. Dann waren wir eine Woche im Urlaub zum Abfahrtski. In dieser Woche konnte ich mit den Schmerzen im oberen Rücken noch einigermaßen umgehen. Der Schmerz verlagerte sich allerdings nach einem Apréskinachmittag (mit Skischuhen) in den unteren Rücken. Dieser Schmerz verging aber wieder.

Aus dem Urlaub zurück, bekam ich dann zwei Wochen später, nach einem Sturz in meinem Laden, das war an einem Donnerstag, heftige Rückenschmerzen, wieder im unteren Rücken, in der linken Gesäßhälfte. Es war ein Schmerz, der sich wie ein Druckschmerz anfühlte und ganz extrem am Abend und in der Nacht zunahm. Dieser Schmerz ließ mich  nicht schlafen. Es half kein einziges Schmerzmittel, auch keines der stärkeren Sorte. Ich war sehr verzweifelt und ging am nächsten Tag  zu einem mir gut bekannten  Heilpraktiker. Danach hatte ich einen halben Tag Besserung verspürt. Der nächste Tag, Sonnabend, brachte allerdings den Schmerz wieder zurück. Ich wollte und mußte am Sonntag meine kranke Mutter besuchen und dachte morgens, das geht gar nicht. Wie sollst du die 2 Stunden Autofahrt überstehen. Ein Anruf bei meinem Heilpraktiker am Sonntag früh hatte dann erstaunlicher Weise zum Ergebnis, dass mein Schmerz schlagartig weg war (scheinbar hat meine Psyche gut funktioniert, weil ich unbedingt dorthin wollte). Ich fuhr also los und konnte den ganzen Tag fast schmerzlos überstehen, bis zur Abfahrt von meiner Mutter am Abend. Ich stieg in das Auto und der Schmerz war mit voller Kraft wieder da und blieb auch. Montag dann erneuter Besuch bei meinem Heilpraktiker, leider ohne Erfolg für mich. Der Heilpraktiker war dann für 10 Tage weg, ich konnte ihn nicht mehr konsultieren. Weitere zwei Tage verbrachte ich mit extremen Schmerzen und schlaflosen Nächten. Dann suchte ich mir verzweifelt am Mittwoch eine Ärztin für Inneres und Naturheilkunde in meiner Nähe, die ich überprüfen lassen wollte, ob meine Nieren in Ordnung sind, weil mir jemand sagte, dass er die gleiche Symptome vor Jahren hatte und sich im Endeffekt rausstellte, dass die Schmerzen von einem Nierenstein kamen. Ich wollte von der Ärztin auch ein noch stärkeres Schmerzmittel haben, das ich dann auch bekam. Es half aber nicht.

Den nächsten Tag (Freitag)  ging ich wieder in die Arztpraxis. Man gab mir eine Überweisung zum Röntgen, um den Bereich im unteren Lendenbereich zu kontrollieren.  An diesem Freitagmorgen hatte ich aber noch einen Schmerztherapeuten im Internet gefunden, der nach der Liebscher Bracht Methode praktizierte. Dieser Therapeut ermöglichte mir noch am Freitagabend einen Termin. Diese Behandlung war sehr schmerzhaft, half mir aber irgendwie. Die Nacht war zwar noch sehr unangenehm für mich, aber der nächste Tag war bedeutend besser zu ertragen. Allerdings waren die Schmerzen nachts immer noch da und ließen mich nicht schlafen.

Ich habe mir in dieser Nacht das Buch von Jahn E. Sarno nochmals zur Hand genommen, ich weiß gar nicht zum wievielten Mal.

Eigentlich war ich schon von Beginn an davon überzeugt, dass ich an dem Spannungsmuskelsyndrom, TMS genannt, leide, auch als ich das zweite Mal zu meinem Heilpraktiker ging. Ich habe es ihm gesagt und habe ihm auch das Buch gezeigt. Auch dem Schmerztherapeuten sagte ich, dass ich überzeugt bin, an TMS zu leiden. Beide hatten aber leider von TMS noch nichts gehört. Meine Überzeugung hatte scheinbar für mein Gehirn noch nicht ausgereicht und ich wollte unbedingt, dass ein Anderer meine Schmerzen lindert. Im übrigen weiß ich heute auch, dass Überzeugungen viel machtvoller sind als nur Gedanken. Darüber gibt es auch ein sehr gutes Buch, dass ich demnächst hier vorstellen werde.

Heute bin ich voll davon überzeugt, dass ich an TMS leide. Als ich das Buch in der einen Nacht nochmals gelesen hatte, war mir das sonnenklar. Der Grund ist zwar sehr persönlich, ich möchte aber trotzdem einiges dazu sagen.

Seit ca. 3 Jahren (wahrscheinlich aber schon viel länger)  stauen sich in mir Ängste, Sorgen und auch Wut und ich kann sie nicht richtig rauslassen und grübele ständig darüber nach. Das sind  z. B. schwere Krankheitsfälle in der Familie, die wir durchstehen mußten und noch durchstehen müssen und auch Sorgen um die  eigenen Kinder, bei denen im Leben auch nicht alles so läuft, wie sie sich das eigentlich vorstellen. Damit sind es dann auch meine Sorgen und Ängste. Erwartungshaltungen, denen man nicht nachkommen kann und oft auch nicht will oder auch die eigene Erwartungshaltung gegenüber den Kindern, die sich nicht erfüllt, obwohl ich mir immer sage, ich habe keine Erwartungshaltung gegenüber meinen Kindern, weil die sowieso nicht erfüllt werden, also braucht man auch keine zu haben. Schließlich haben meine Kinder nicht darum gebeten, auf die Welt zu kommen. Ich wollte das so. Warum soll ich dann also  irgendetwas erwarten. Das sage ich mir immer ständig, scheint aber trotzdem nicht so richtig zu klappen im Unterbewusstsein. Probleme mit den Geschwistern, Probleme mit den immer  älter werden Eltern und so könnte ich noch etliche Themen  aufzählen.

Ich versuche immer,  schön alles in mir drin zu behalten, weil ich mich selbst nicht so aufregen und quälen möchte und weil ich meine Familie damit nicht mehr als nötig belasten will, obwohl wir schon hin und wieder darüber sprechen.

Mir kommen sogar beim Schreiben dieser Zeilen  ein  wenig die Tränen, weil es eigentlich  gar keiner richtig merkt, dass es mir in meinem tiefsten Inneren nicht so gut geht.  Wer soll es auch merken, wenn nicht  mal ich selbst das  für mich bisher akzeptieren konnte.  Ich wollte bisher  einfach  immer nur  für alle gut funktionieren und ich glaube, dass will jeder irgendwie.

Mir ist jetzt aber völlig klar,  dass es mir nicht so gut geht, wie es nach Außen wahrgenommen wird.  Das ist auch der Grund dafür, dass mein Gehirn mir Schmerzen bereitet, damit ich weiter gut funktioniere und nicht psychisch krank werde, wahrscheinlich depressiv, das muß wohl für meine Psyche schlimm sein, anders kann ich es mir nicht erklären. Lieber macht meine Psyche mir  lieber krasse Schmerzen, dieses Mal im Rücken, als  mich depressiv werden zu lassen. Ist ja auch eigentlich besser.

Jedenfalls weiß ich jetzt, dass ich nichts Strukturelles im Rücken habe, sonst würden meine Schmerzen nicht langsam nachlassen, denn ich kann schon wieder meine Übungen auf meinem Minitrampolin machen.

Allerdings nehme ich ab und zu abends noch eine Schmerztablette, damit ich besser schlafen kann. Manchmal klappt das mit dem Schlafen, manchmal auch nicht so gut.

Am 25.4.2016 habe   ich mich röntgen lassen  und habe nun  die Bestätigung. Man hat nichts gravierendes gefunden, keine Arthrose und auch keinen Bandscheibenvorfall. Damals, beim Röntgen meiner  Hüfte,  hat man auch nichts  feststellen können. Ein Arzt hat gesagt, das ist Arthrose. Der andere Arzt hat gesagt, das ist nur eine normale altersgerechte Abnutzung.

Ich werde meiner behandelnden Ärztin demnächst  das Buch schenken. Vielleicht befasst sie sich ja mal mit dieser Theorie. Ich würde das sehr gut finden, weil es keinen Arzt in Berlin und wahrscheinlich auch nicht in Deutschland gibt, der die Theorie von John E. Sarno akzeptiert. Ich habe jedenfalls keinen gefunden. Er schreibt ja auch selbst, dass 99 % aller Ärzte ihm nicht folgen.

Ich bin nun schon das zweite Mal Opfer meiner Psyche geworden und kann die Theorie von John E. Sarno voll und ganz  bestätigen!!!

Zwischenzeitlich gab es dieses Buch nicht mehr. Aber nun wird es wieder verlegt und ich habe es bestellen können. Man braucht also nicht viel Geld auszugeben für gebrauchte Exemplare. Zwischenzeitlich musste man  für ein gebrauchtes Exemplar schon ein Menge Geld hinlegen.

John Sarno - Befreit von Rückenschmerzen

John E. Sarno

Es kostet nur 7,99 € und Sie können es in meinem Shop erwerben, wenn Sie möchten.

Falls jemand glauben sollte, dass mein Bericht hier nur werbungstechnische Gründe für den Verkauf dieses Buches hat, irrt. Man verdient am Verkauf so eines Buches sehr wenig. Das sind also nicht die Gründe für meinen Bericht.

Wer allerdings nicht mit dem Gedanken mitgehen kann, dass die eigene Psyche für so extreme Schmerzen verantwortlich sein kann, soll das Buch nicht kaufen. Es ist dann rausgeschmissenes Geld.

Ich kann auch sehr gut verstehen, dass böse Kommentare über diese Theorie von John E. Sarno geschrieben werden. Ich habe selbst einige gelesen. Diese Theorie würde z. B. Therapeuten, Ärzte und auch Heilpraktiker weniger Geld verdienen lassen, weil man dann nicht mehr so oft dort hingehen muss.

Zum Arzt müssen Sie aber trotzdem gehen und prüfen lassen, ob keine strukturellen Schäden bestehen oder eventuell Tumore vorhanden sind.

Ich glaube auch, dass bei den meisten Menschen strukturelle Probleme diagnostiziert werden. Diese sollten Sie aber selbst genauestens nachprüfen, indem Sie das Buch diesbezüglich genau lesen.

Auch wenn Sie dann zu der Auffassung kommen, dass Sie ein Kandidat für TMS sein könnten, bin ich folgender Meinung:

Gehen Sie trotzdem zu einem Therapeuten oder Masseur, allerdings unter der Maßgabe, sich dort etwas Schönes für das eigene Wohlbefinden anzutun und machen Sie auch die Rückenübungen.  Diese Übungen und Gesundheitsmassagen   sind gut für den Körper, lockern die Muskeln und bringen die Beweglichkeit wieder zurück.

Vergessen Sie dabei aber, dass diese  Behandlungen  gegen die Schmerzen helfen, wenn die Psyche der Grund ist, das ist nur kontraproduktiv, weil man sich dann nur noch mehr auf den Schmerz konzentriert. Ich werde  auch  trotzdem zu den mir verschriebenen Akupunktursitzungen gehen. Vielleicht tun sie mir ja in anderer Hinsicht gut.

Ich werde  mir demnächst  auch eine schöne Massage gönnen. Vielleicht auch häufiger, denn ich muss endlich auch etwas Gutes für mich selbst tun und nicht nur dafür da sein, damit es den Anderen gut geht. Das hat lange gedauert, bis ich das nun endlich begriffen habe.

Falls Sie sich vorstellen können, dass auch Sie zu der Personengruppe mit TMS gehören könnten, reflektieren Sie mal über Ihre Sorgen, über Ihre Ängste und über Ihre angestaute Wut, auch wenn das schwer fällt und man lieber glauben will, dass es etwas Physisches ist, weil man damit einfach besser umgehen kann.

Ich bin überzeugt, dass die Wenigsten von uns frei davon sind und ich hoffe, Ihnen mit meiner Schilderung einen ganz anderen Denkansatz gegeben zu haben.

Es fällt allerdings scheinbar sehr schwer, das zu akzeptieren. Wenn ich versuche, das Leuten zu erklären (in meinem Laden), die ebenfalls z. B. Rückenschmerzen haben, sehe ich immer in ihren ungläubigen Blicken, dass sie denken, ich bin jetzt so richtig in die Esoterik abgeglitten. Mit Nichten ist das der Fall. Mir geht es in den letzten Tagen sehr viel besser. Der Schmerz flammt zwar immer wieder auf und ich sage mir dann immer wieder den Grund und der Schmerz lässt nach.

Ich bin jedenfalls sehr froh, dass dieser John E. Sarno dieses Buch geschrieben hat und ich es damals auch noch für mich entdeckt habe. Hätte ich nichts darüber gewusst, hätte ich heute schon einige Jahre  ein Hüftgelenk und ich hätte bestimmt auch jetzt über eine Operation nachgedacht, weil die Schmerzen so unerträglich waren.  So geht es sicher auch Anderen, die sich aus Verzweiflung zu einer Operation entschließen.

Also, denken Sie jetzt was Sie wollen über meine Schilderung, aber tun Sie das Richtige für sich und bevor Sie sich zu einer Operation entschließen, holen Sie sich unbedingt mehrere Meinungen von verschiedenen Ärzten ein und werfen Sie vielleicht doch einen Blick auf dieses Buch, wenn man nichts Strukturelles bei Ihnen feststellen kann oder die Ärztemeinungen sehr auseinander gehen.

Ihre

Ilona Dummer