Was ist Xylit?

Xylit – im englischen auch Xylitol genannt – ist ein Fünffachzucker (Pentanpentol oder E 967, Summenformel C5H12O5), ist genau so süß  wie der gewöhnliche Haushaltszucker und ist ebenso ein Kohlenhydrat. Unser Haushaltszucker, welchem sehr negative Eigenschaften für unseren Körper zugeschrieben werden,  ist ein Zweifachzucker, wird Saccharose genannt und besteht aus der Verbindung von Glukose und Fruktose.

Xylit  sieht aus wie Zucker, schmeckt wie Zucker und hat die Eigenschaft, schädliche Bakterien im Mund zu hemmen.

Xylit, auch Birkenzucker oder Holzzucker(Xylose) genannt, wurde bereits vor 100 Jahren von dem deutschen Chemiker und Nobelpreisträger  Emil Fischer synthetisiert. Die größere Aufmerksamkeit erhielt Xylit aber nicht in Deutschland  sondern in Finnland. Während des zweiten Weltkrieges  gab es in Finnland einen großen Mangel  an Nahrungsmitteln. Um die Menschen besser  versorgen zu können, wurde dort aus Birkenholz der Stoff Xylit entwickelt, daher kommt der Name Birkenzucker. Seitdem erfreut sich dieser Zuckeraustauschstoff in den skandinavischen Ländern und auch in Asien größter Beliebtheit, weil seine besonderen gesundheitlichen Vorzüge dort  sehr schnell erkannt wurden. Deutschland vergaß den Zuckeraustauschstoff  Xylit sehr bald und setzte in Diät-Lebensmitteln lieber künstliche Süßstoffe ein.

Xylit ist für unseren Körpern kein unbekannter Stoff, weil  er im Glukosestoffwechsel ein regelmäßig vorkommendes Zwischenprodukt  ist und sich in allen menschlichen Geweben, hauptsächlich  jedoch in  der Leber, befindet. Xylit  ist in der Natur in vielen Früchten, Beeren und Gemüsepflanzen vorhanden, besonders reichlich aber im  Birkenholz und im Mais.

Die  industrielle Herstellung von Xylit erfolgt heute aus Holzresten oder  aus Resten von Maiskolben. Dabei wird  Xylan (Holzgummi) über Xylose (Holzucker) chemisch zu Xylit modifiziert. Die Produktion ist ziemlich aufwendig und deshalb noch relativ teuer.

Warum ist  Xylit anderen Zuckerarten vorzuziehen

Die Wissenschaft und Forschung hat sich in den letzten 30 Jahren sehr bemüht, unseren Nahrungszucker Saccharose durch andere Süßungsmittel zu ersetzten. Hauptkriterium von finnischen Studien war, dass diese Stoffe nicht von Plaquebakterien zu Säuren abgebaut werden und möglichst auch nicht die Bildung von Zahnplaque fördern. Man beschäftigte sich  mit den Zuckeraustauschstoffen Mannit, Sorbit und Xylit. Xylit hat sich dabei gegenüber den  anderen untersuchten Zuckeralkoholen als am besten geeignet erwiesen. Der Einsatz in der Lebensmittelindustrie beschränkt sich aber lediglich auf einige diätetische Lebensmittel und auf den Einsatz in Kaugummi. In der Medizin spielt Xylit eher eine untergeordnete Rolle.

Xylit  Anwendung, Verwendung und Wirkungsweise

Xylit kann  zum Süßen, Backen (außer Hefekuchen, da Hefepilze Xylit  nicht verstoffwechseln können) und  Kochen verwendet werden.
Xylit hat 40 % weniger Kalorien als Zucker und wird vom Körper langsam verstoffwechselt und resorbiert, der  Insulinspiegel verändert sich nur geringfügig. Bei größeren Verzehrsmengen sollte der Arzt befragt werden.
Etwa  80 % des Xylitstoffwechsels  findet in der Leber statt, der Rest wird im Verdauungstrakt des Dickdarms von  Darmbakterien zu  kurzkettigen Fettsäuren abgebaut. Menschen, die weniger als 80 % in der Leber verstoffwechseln,  reagieren  auf Xylit häufig  mit Durchfall und Blähungen, weil Xylit im Dickdarm wasseranziehend wirkt und beim Abbau  zu Fettsäuren durch  Dambakterien Gase entstehen.

Xylit sollte  zum Anfang nur in geringen Mengen zu sich genommen werden, da der Stoff leicht abführende Wirkung hat.  50 g  Xylit  pro Tag sollen  von Erwachsenen problemlos vertragen werden. Kinder zeigen nach einer Einzeldosis von 10 g  pro Tag keine negativen Effekte.  Der Körper gewöhnt sich  schon nach kurzer Zeit an Xylit. Kleinkinder  unter einem  Jahr sollten kein Xylit verzehren, weil ihr Körper Xylit  noch nicht verstoffwechseln kann. Xylit entzieht dem Speichel Wärme und deshalb spürt man einen kühlenden Effekt bei der Auflösung  im Mund. Die vorgeschriebene Haltbarkeitsdauer beträgt mindestens  zwei Jahre.
Für  einige Tiere (u.a.  Hunde, Ziegen und Kaninchen)  ist Xylit  ungeeignet, weil bei Ihnen eine hohe Insulinausschüttung provoziert wird, welche den Blutzuckerspiegel sehr stark senkt. Sollte Ihr Haustier als Beispiel Ihren  ganzen xylithaltigen Kaugummie fressen, füttern sie sofort den normalen Zucker.

Xylit  zur Zahnpflege  

Man glaubt es kaum, aber einen ganz besonderen  Effekt, neben vielen anderen,  erzielt man mit Xylit für die Zähne.  Xylit ist ein Fünffach-Kohlenstoff-Zucker. Die meisten schädlichen  Mikroorganismen in unserer Mundhöhle  können  Xylit  nicht verstoffwechseln und hungern praktisch  aus.

Wissenschaftler der Universität Bristol haben nachgewiesen, wie aggressive Streptokokken  aus dem Mundraum das Blut in den Adern verklumpen und so einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall auslösen können. Präventiv helfen gegen diese Bakterien nur Zähneputzen und der Einsatz von Zahnseide (siehe dazu Menüpunkt Links). Da Xylit Bakterienwachstum beeinflußt,  könnten  vielleicht Mundspülungen bzw. das Zähneputzen mit Xylit in Betracht gezogen werden.
Nehmen Sie morgens und abends  nach der Zahnreinigung  einen  gestrichenen Teelöffel Xylit  pur (ohne Wasser) in den Mund und spülen  2 bis 3 Minuten kräftig die  Mundhöhle, dann ausspucken und eine halbe Stunde nichts trinken.  Der deutliche Effekt zeigt sich schon nach kurzer Zeit. Die Zähne werden weißer, der Zahnbelag geht deutlich zurück, man hat ein unglaubliches Sauberkeitsgefühl im Mund und kaum noch bzw. gar keinen schlechten Geschmack und Mundgeruch mehr.   Für Kinder  werden  Xylitol-Kaugummi ( 2- 3 am Tag) oder Xylitbonbons empfohlen (siehe Shop- hier klicken)

Klinische Studien in Finnland (Turku-Zuckerstudien)  haben ergeben, dass mit Xylit haltigen Kaugummis  bei Kindern Karies um bis zu 90 % reduziert wird,  Säure bildende Bakterien stark reduziert werden, Zahnplaque zurückgeht und dadurch die Remineralisation der Zähne durch den Speichel gefördert wird. Dafür muß der Kaugummi aber mindestens 20 Minuten lang gekaut werden.

Der regelmäßige Verzehr von kleinen Mengen Xylit wie z. B. in Kaugummis  erhöht die Schutzfunktion des Speichels, der Speichelfluss wird durch Xylit Kaugummis angeregt. Eine erhöhte Speichelproduktion ist für alle sehr wichtig,  aber besonders für Menschen,  die aufgrund von Krankheit, Alter oder Arzneimittelnebenwirkungen an Mundtrockenheit leiden.

Xylit hat 40 % weniger Kalorien als der gewöhnliche Haushaltszucker.  Aufgrund seiner Struktur (Fünffachzucker) lässt sich Xylit  im Körper nur sehr langsam abbauen. Dies hat zur Folge, dass nur geringfügig Insulin, das sogenannte „Hungerhormon“, ausgeschüttet wird. Im Gegenzug ist der Körper dadurch  in der Lage, den Gegenspieler des Insulins, das „Fettverbrennungshormon“ Glukagon auszuschütten, welches dazu dient, die Fettreserven zu verbrennen, um den Körper ausreichend mit Energie (z. B. in der Nacht und während des Nichtessens) zu versorgen. Man gibt mit dem Verzehr von Xylit anstelle von Zucker dem Körper also die Möglichkeit, langsam und dauerhaft abzunehmen.

Menschen, die gerne abnehmen möchten und müssen, sollten  anstelle von künstlichen Süßungsmitteln, die im Körper erheblichen Schaden anrichten können,  besser   den  Zuckerersatz Xylit  in Ihre Ernährung einbinden. Die künstlichen Süßungsmittel signalisieren dem Körper nämlich „jetzt kommt mit dem süßen Geschmack Energie“, die Energie kommt aber nicht, die Folge ist, das Gehirn signalisiert  „jetzt wieder und noch mehr essen“, provoziert also erneut ein Hungergefühl und das Abnehmen funktioniert nicht bzw. wird deshalb immer schwerer. Xylit sollte aber trotzdem sparsam eingesetzt werden, es ist ein Kohlenhydrat.

 Aufgrund einer EU- Verordnung darf  Xylit nur noch mit der Zahnpflege in Verbindung gebracht werden. Andere Aussagen sind nicht mehr erlaubt: 

Health-Claim-Verordnung (EU) Nr. 432/2012
Die sogenannte Health-Claim-Verordnung (EU – Europäische Kommission) Nr. 432/2012 ist zum 14.12.2012  in Kraft getreten, wonach gesundheitliche Aussagen oder Aussagen zur Wirkung eines Produktes  nicht mehr erlaubt sind. Nur noch Aussagen in dieser Verodnung (health claims) zu Produkten, Substanzen oder Wirkstoffen dürfen verwendet werden. Bitte informieren Sie sich bei google oder  bei anderen Anbietern diesbezüglich.  
 

Xylit – Reinigung für  die Nase

Schmutz- und Reizstoffe in der Nase können Probleme bereiten. Ein  Spray zur Reinigung der Nase kann man sich leicht selbst aus 10 ml Wasser und 2 g Xylit herstellen. Die tägliche  Reinigung der  Nase mit Xylit sollten Sie deshalb nicht  vergessen. (www.nasal-xylitol.com).

Xylit  Hersteller

Produzenten, Qualitätsprüfung, Verpackung

Wir bieten qualitativ sehr  hochwertigen grobkörnigen und feinkörnigen Xylit jetzt nur noch aus  Finnland an.

Unsere zertifizierten  Produkte werden   aus nachwachsenden Rohstoffen, entweder aus Hölzern oder aus abgeernteten Maiskolben, die garantiert gentechnikfrei sind, hergestellt und garantieren  allerhöchste Qualität und Reinheit. Der Grundstoff zur Produktion von deutschem Xylit, die Xylose, wird  importiert.  Der  Hersteller  liefert sein Produkt vorwiegend aufgrund der hohen Qualität und der feinkörnigen Struktur  an die pharmazeutische Industrie. Dieses feinkörnige Produkt eignet sich hervorragend  zur Zahnpflege, weil es sich sehr schnell im Mund auflöst. Der kühlende Effekt ist durch die feinkörnige Struktur noch intensiver.

Das  Produkt  wird nach den gesetzlichen Bestimmungen hergestellt und entspricht  den  Reinheitsanforderungen  der EU  und den Reinheitsanforderungen der JEFCA -Spezifikationen /FAO/WHO. Der  Hersteller unseres Xylits  ist  zertifiziert  für die relevanten Qualitätsstandards wie
Konzert ISO 9001 und HACCP und setzt weder Konservierungsstoffe, Bleichmittel noch  andere Zusätze ein. Das Produkt hat  das Kosher-Zertifikat.

Wir bieten unseren  Xylit in Dosen mit Aroma- und Feuchtigkeitsschutz an, den Sie beim ersten Öffnen aufreißen. Nach Gebrauch die Dose bitte immer gut verschließen, da Xylit schwach  wasseranziehend ist und dadurch leicht verklumpen kann. Die Verklumpung läßt sich jedoch leicht durch Zerdrücken  lösen und beeinträchtigt in keiner Weise die Qualität. Ab 3 kg verpacken wir Xylit in verschweißten Druckverschlußbeuteln  ab.

Hat Xylit Nebenwirkungen ?

Häufig wird gefragt, ob Xylit Nebenwirkungen hat. Mir ist bis jetzt nichts von schädlichen Nebenwirkungen bekannt, außer dass einige Menschen, die eine Unverträglichkeit gegenüber Sorbit haben, manchmal auch mit der Verträglichkeit von Xylit Schwierigkeiten haben könnten. Soweit mir bekannt ist, ist diese Unverträglichkeit auf Sorbit  auf eine  nicht richtig funktionierende Darmschleimhaut zurückzuführen. Man sagt dazu Malabsorption („Mal“ bedeutet auf latainisch „schlecht“ und „Absorbtion“  bedeutet Aufnahme, also schlechte Aufnahme). Sie sollten auch vorsichtig sein, wenn Sie  prinzipiell eine Unverträglichkeit auf Kohlenhydrate haben. Dann sollte man Xylit eventuell nur für die Zahnpflege verwenden oder man muß dann leider ganz auf Xylit verzichten. Xylit ist ein Kohlenhydrat, das darf man nicht vergessen!

Ab  sofort können Sie auch   Xylit aus Finnland  kaufen, der nur aus Birken-, Buchen- und anderen Harthölzern hergestellt wird an. Die Körnung des kristallinen Xylits entspricht in  etwa  der des  gewöhnlichen Haushaltszuckers. Dieser Xylit  klumpt  deshalb nicht und ist länger haltbar. Allerdings ist der kühlende Effekt aufgrund dieser Körnung weniger zu spüren.

Der feinkörnige finnische Xylit ähnelt von der Körnung  unserem Haushaltspuderzucker und eignet sich aus meiner Sicht sehr viel besser für Mundspülungen und zum Zähneputzen als das kristalline Produkt. Der kühlende Effekt ist aufgrund der feinen Konsistenz sehr gut spürbar.

Eigene Erfahrungen

Meine eigenen Erfahrungen mit Xylit

Ich leide seit über 20 Jahren an einer Pollenallergie (Birke, Haselnuss, Erle, Buche). Seit ich die Mundspülungen mit Xylit anwende,  stellte ich fest, dass meine Beschwerden sehr stark nachgelassen haben.  Ich habe mir  ein Xylitol Nasenspray hergestellt (10 ml Wasser + 2 g Xylit), welches ich  zwei Mal am Tag benutze  und mache  nach jeder Zahnreinigung  eine Mundspülung. Ich benötigte im  letzten  Frühling weder Allergietabletten, Nasentropfen  noch Augentropfen.

2011: In diesem Frühjahr muß ich allerdings feststellen, dass nur meine verstopfte Nase auf das Xylitol Nasenspray reagiert. Gegen das allergische Augenjucken half mir Xylit in diesem Jahr leider nicht.

Die Xylit Wirkung auf meine Zähne ist perfekt. Sie sind wunderbar glatt und sauber. Zahnbelag und Mundgeruch am Mogren sind  kein Thema mehr.  Auch wenn ich mal aus Zeitgründen (kommt zwar selten vor) das Zähneputzen am Morgen nicht schaffe, dann nehme  ich einen von meinen selbst hergestellten Xylit Bonbons und  die Zähne sind sauber und bleiben trotzdem ohne Belag.

2012/Januar: ich war beim Zahnarzt (habe den Arzt aus Zeitgründen gewechselt und mir eine Ärztin in der Nähe gesucht). Mir wurde zum ersten Mal gesagt, dass ich ein gepflegtes Gebiss hätte. Ich sprach mit der Zahnärztin über die Anwendung von Xylit. Sie war sehr aufgeschlossen und ich durfte sogar meine Flyer dort auslegen. Ich bin mal gespannt, was sie bei meinem nächsten Besuch sagt, denn ich habe ihr eine kleine Menge Xylit zur Probe gegeben.  Ihr Hinweis war allerdings, dass man den Zahnarztbesuch trotzdem nicht vernachlässigen sollte.

Sie haben sicher schon bemerkt, dass ich in allen meinen Ausführungen Xylit eher für die Zahnpflege favorisiere.  Dazu möchte ich bemerken,  dass ich generell kein Freund von einem hohen Süßstoffverbrauch bin. Ich bin der Auffassung, dass man mit Xylit als Süßungsmittel auch sparsam umgehen sollte. Xylit halte ich auf jeden Fall für das bessere Süßungsmittel als den Rübenzucker, ein Freibrief für einen ungezügelten Konsum ist Xylit jedoch nicht.

 

Hinweis:

Alle Aussagen über gesundheitliche  und ernährungsspezifische Aspekte auf dieser Homepage stellen keine Heilaussagen bzw. Wirkvesprechen dar. Bei gesundheitlichen Problemen ist immer ein spezifischer Fachmann wie Arzt oder Heilpraktiker aufzusuchen bzw. zu Rate zu ziehen.